


wichtige Telefonnummern, Vorwahlen etc. am Ende der Seite
Norwegen allgemein
Wie kann man Norwegen kurz und prägnant charakteresieren?
Sagen wir es mal so - ein ziemlich cooles Land, aber mit überschaubarer Action (auf deutsche Verhältnisse bezogen) und sehr wenigen Menschen, dafür aber mit einer gigantischen Natur und sehr netten Einwohnern.
Die beiden größten Städte Oslo - und Norwegens heimliche Hauptstadt Bergen, einmal ausgenommen. Obwohl sich
die Action dort auch in Grenzen hält. Für deutsche Pupis (Pupertierende) wäre Norwegen der Super-Gau. In den
größeren Städten gibt es zwar schöne Shoppingmiles, nur was nützt das, wenn sie eh nix kaufen können, da die
Preise von einem anderen Stern sind. Preiswerte Klamotten könnt ihr in Norwegen schon kaufen. Es gibt in Oslo
sogar Läden, wo dies möglich ist, nur befinden die sich nicht an der Akkerbrygge. In ländlicher Umgebung
haben wir bis jetzt noch kein Geschäft gefunden, wo man preiswert shoppen kann.
Diskotheken gibt es in Oslo, Bergen und Trondheim auch, aber meißt haben diese nur am Wochenende geöffnet.
Das sogenannte "Vorglühen" kann man auch nicht durchführen, da kein Alkohol so mal nebenbei im Supermarkt käuflich zu erwerben ist, ausser Bier, aber dies auch nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit.
Deshalb unser Rat an alle Erziehungsberechtigten mit Pupis im Schlepptau - laßt sie zu Hause!!!
Ansonsten habt ihr den gesamten Urlaub über das Genöle, wie langweilig es doch ist und das sie keine Berge,
Fische und Wasser mehr sehen können.
Und den ganzen Tag über am Handy hängen und mit zu Hause telefonieren geht auch nicht-zu teuer.
Für Norweger sind die Handy bzw. Telefonkosten recht überschaubar, soll heißen, die Preise haben ein
vernünftiges Niveau.
Deshalb ist es auch völlig normal, wenn ihr viele Norweger mit einem Handy telefonieren seht.
Norweger und Deutsche
Wohnmobile
Obwohl der Norweger dem Deutschen gegenüber recht aufgeschlossen und freundlich ist, so gibt es doch Dinge
die nicht sonderlich beliebt sind.
Deutsche und ihre Wohnmobile zum Beispiel. Mögen Norweger überhaupt nicht. Die meißten der friedlich vor sich hin fahrenden Deutschen wären entsetzt, wenn sie wüßten, was der Norweger so über sie denkt. Schon wieder ein Deutscher, kommen in unser Land, blockieren und ruinieren unsere Strassen, kaufen nichts, weil sie ihren eigenen Supermarkt im Auto haben und verstopfen dann mit den Verpackungen die Papierkörbe auf den Rastplätzen , oder werfen sie gleich in die Landschaft. Bleiben dann noch über Nacht mit ihren Wohnmobilen einfach da stehen,
wo es ihnen paßt, obwohl sie mit ihrem Gefährt überhaupt nicht wild campen dürfen. Müssen dann auch noch
im Zelt schlafen, weil sie den Wohnwagen zu einer rollenden Gefriertruhe umgebaut haben, um ihre gefangenen
Fische nach Hause zu transportieren.
So direkt wird der Norweger es offiziell nie sagen, dafür ist er zu diplomatisch, aber es ist die landläufige Meinung-versprochen. Wir haben schon mit etlichen Norwegern dieses Thema erörtert und alle haben, unabhängig
voneinander, diese These bestätigt. Deutsche und Wohnmobile = out.
Gast in einem Ferienhaus
Die Meinungen über Touristen, die ein Haus gebucht haben, sind da deutlich positiver. Die Ansicht, man müsse dem Besitzer des Hauses eine Flasche Hochprozentigen mitbringen, hält sich hartnäckig in deutschen Anglerkreisen. Sicherlich freuen sich viele Norweger über ein Mitbringsel, aber es ist weder ein Muß, noch hat es Auswirkungen auf eure Unterbringung oder der Hilfsbereitschaft des Vermieters. Nehmt aber bitte einen guten Tropfen mit.
Norweger kennen sehr wohl die Unterschiede.
Umgang mit Norwegern
Der Norweger ist Menschen aus anderen Nationen gegenüber sehr aufgeschlossen, freundlich und hilfsbereit. Anders haben wir es bisher nicht kennengelernt. Trotzdem solltet ihr einige Regeln beachten, um unnötigen Diskussionen aus dem Weg zu gehen.
Arrogantes Verhalten-so nach dem Motto-Wir sind die Größten, ist bei den Norwegern nicht gerne gesehen. Ebenso, wenn man sich über gewisse Traditionen lustig macht, oder sich über geltende Gesetze hinweg setzt. Verhaltet euch einfach freundlich und aufgeschlossen, dann werdet ihr mit keinem Norweger in Streit geraten.
Äußert euch bitte nie negativ über das Land, der Politik oder anderen Dingen von nationaler Bedeutung, wenn Norweger in "Mithörweite" sind. Viele Norweger, insbesondere die Älteren ,verstehen ganz gut deutsch,
auch wenn sie so tun, als ob sie die Sprache noch nie gehört haben. Übrigens können schulpflichtige Norweger auch Deutsch lernen, es ist nur kein Haupt-sondern ein Wahlfach. Und es gibt etliche Schüler, die Deutsch wählen.
In ihren Augen immer noch besser als französisch oder russisch zu lernen.
Beides ja Sprachen, die man nur unter erheblichen Alkoholgenuss bewerkstelligen kann, ohne sich die Zunge zu
verknoten.
Norweger und Walfang
Vermeidet, wenn möglich, dieses Thema. Norweger haben aufgrund ihrer Tradition, eine ganz andere Meinung zum Thema Walfang. Auch wenn es euch nicht paßt, respektiert ihre Ansichten. Auch uns ist es unverständlich, warum ein so reiches Land, noch Wale jagen muß???? Wie gesagt, es hat mit der Tradition zu tun und weniger mit Profitgier.
Norweger und das Königshaus
Ebenso versucht bitte kritische oder negative Äusserungen über das Königshaus und deren Gefolge zu vermeiden.
Die komplette Königsfamilie ist vielen,(nicht allen) Norwegern hoch und heilig, egal ob ein Mitglied der Sippe in früheren Jahren seinen Lebensunterhalt mit nackten Tatsachen finanziert hat, oder ein bestimmter Elternteil dem Suff verfallen war. Da wird sich halt entschuldigt und der Braten ist damit durch.

Das norwegische Königshaus v.l. König Harald, Königin Sonja, Kronprinz Haakon, Kronprinzessin Mette-Marit
Quelle:Aftenposten
Nicht das wir damit jetzt die norwegischen Klatschblätter und ihre Macher in Schutz nehmen wollen. Einige Journalisten schreiben genau so einen Mist, wie ihre deutschen Kollegen. Und Klatsch ist in Norwegen ebenso angesagt wie bei uns. Der Norweger zeigt sich sehr interessiert, wie lange Mette-Marit benötigt, sich ihre Locken einzudrehen, oder wieviel Scheiben Käse sich ihr Mann Kronprinz Haakon zum morgendlichen Frühstück auf die Bemme packt.
Eben alles Dinge von elementarer und globaler Wichtigkeit.
Sicherheit
Norwegen ist eines der sichersten Reisländer weltweit. Bedingt durch die wenigen Einwohner ist die
Kriminalitätsrate überschaubar. Nur in größeren Städten solltet ihr nicht leichtsinnig mit eurem teurem
High-Tech Spielzeug umgehen.
Soll heißen, die Cam, Laptop oder den Fotoapparat nicht für jedermann sichtbar im Auto liegen lassen.
Gelegenheit macht Diebe.
In ländlichen Gebieten seit ihr sicher. Selbst wenn ihr vergesst das Haus abzuschließen, braucht ihr keine
Befürchtungen haben, daß euch etwas geklaut wird. Unsere Angelsachen lassen wir grundsätzlich im Boot liegen
und bisher hat sich noch niemand daran bedient. Selbst das nicht gerade preiswerte Echolot bleibt im Boot.
Laut neuesten Informationen (Nov.2010), sollen in ländlichen Gebieten, organisierte Banden ihr Unwesen
treiben und Hytten aufbrechen. Ob das der Realität entspricht, entzieht sich unserer Kenntnis.
Gartenzäune dienen in Norwegen nur als Begrenzung für Schafe, damit diese nicht unkontrolliert auf die Strasse
rennen. Klappt aber auch nicht immer. Ansonsten interessieren den Norweger keine Gartenzäune. Hier gilt nicht der
Slogan "Mein Haus, mein Auto.....usw.". Gerade 2010 erlebten wir es sehr häufig, dass fremde Personen unsere
Steganlage begutachteten, obwohl das Haus an einer sehr abgelegenden Sackgasse lag. Auf deutsche Verhältnisse umgerechnet, wäre das so, als ob jemand in euren Garten kommt, nur weil er sich mal umsehen möchte. Womit
wir dann wieder beim deutschen Waffengesetz wären. Gut das wir es haben.
Können wir unseren Vierbeiner mit nach Norwegen nehmen???
Theoretisch schon-praktisch ist das aber alles sehr mühselig. Da es in Norwegen keine Tollwut gibt, legt die Regierung besonderes Augenmerk darauf, das dies auch so bleibt. Obwohl seit dem Jahre 2004 ein Abkommen mit der EU besteht, dass Haustiere mit nach Norwegen eingeführt werden dürfen, müßt ihr vorher unzählige Tierarztbesuche in Deutschland unternehmen, um Pfiffi dann über den Teich zu bekommen. Welche Papiere ihr jetzt genau benötigt, wissen wir auch nicht, da recherchiert bitte im Netz, oder fragt den Tierarzt eures Vertrauens.
Kommunikation
Die Pressefreiheit ist seit 1814 durch die Verfassung garantiert. Zeitungen werden vom Staat subventioniert. Rundfunk und Fernsehen sind im staatlichen, aber unabhängigen "Norsk Rikskringkasting" organisiert.
Es gibt in Norwegen, für die etwas über vier Millionen Einwohner, ca. 223 Zeitungen. Die meisten sind im internationalen Vergleich klein und kommen nur 2-3 mal pro Woche oder noch seltener heraus.
Die Auflagenstärksten Zeitungen sind VG, Dagbladet und Affenposten.
Viele Blätter stehen auch einer Partei nahe, wie z.B. die Dagsavisen, die mit der Arbeiterpartei ein Techtel-Mechtel hat. Größere Regionalzeitungen sind z.B. die Bergens Tidende, das Stavanger Aftenblad oder die Adresseavisen aus Trondheim. Größere Lokalzeitungen sind u.a. die GD aus Lillehammer und Nordlys aus Tromsø.
Handy und Internet
Das Handynetz ist in Norwegen recht gut ausgebaut, insbesondere die Küstenregionen sind sehr gut
erschlossen. Wer mit mehreren Personen in Norwegen ist, sollte sich eine norwegische Preapaid Card
kaufen, denn telefonieren innerhalb Norwegens ist mit dieser Karte deutlich preiswerter.
Internet ist ebenfalls gut ausgebaut. DSL und WLAN sind Standard. Unsere Ferienhütte in Sandvikvak
(Stord 2010) verfügte über DSL. Sehr praktisch, so konnten wir mit der Familie und Freunden bequem
kommunizieren. Und damit wären wir wieder bei den Pupis. Habt ihr eine Ferienhütte mit gratis DSL-Anschluß gemietet, könnt ihr eure Sprößlinge mitnehmen, denn nun können sie den ganzen Tag chatten, bis die Finger glühen.
Bildung
Schulpflicht besteht von 6 bis 16 Jahren. Neben 6 Universitäten (Oslo, Bergen, Stavanger, Tromso, Trondheim und Ås) gibt es 9 auf einzelne Fächergruppen ausgerichtete Hochschulen sowie verschiedene Kunst- oder Musikakademien.
Kinder und Jugendliche haben gleichen gesetzlichen Anspruch auf Bildung - unabhängig von Wohnort, Geschlecht, sozialem und kulturellem Hintergrund oder eventueller Behinderung. Öffentliche Bildung ist kostenlos.
Sprachen
Es gibt zwei amtliche norwegische Schriftsprachen - Bokmål und Nynorsk. Sie sind gleichgestellt, das heißt, beide werden in der öffentlichen Verwaltung, in der Schule, der Kirche und in Rundfunk und Fernsehen verwendet. Bücher, Zeitschriften und Zeitungen werden in beiden Sprachen herausgegeben. Die Einwohner der regionalen Gemeinden bestimmen selbst, welche der beiden Sprachen Unterrichtssprache der Schule sein soll. In der offiziellen Reihenfolge wird die Unterrichtssprache als "1. Sprache" bezeichnet und die andere als
"2. Sprache". Schüler lesen Texte auch in der zweiten Sprache, und an weiterführenden Schulen müssen sie diese Sprache auch schriftlich beherrschen.
Das hängt unter anderem damit zusammen, daß Angestellte des öffentlichen Dienstes verpflichtet sind, Briefe in beiden Sprache zu beantworten.
Ferien und Hotels
Die norwegischen Schulferien dauern ca. vom 09.Juli bis ca. 22.August. Allgemeine Betriebsferien sind in den drei letzten Juliwochen.
In dieser Zeit empfehlen wir euch , Hotelzimmer zu buchen, da viele Hotels die Preise bis zu 50% senken, da in den Ferienmonaten die Geschäftsleute ausbleiben. Ausserhalb der Ferienzeit bringen euch die Übernachtungspreise an den finanziellen Ruin. Deutlich über 1000 NOK pro Nacht im Doppelzimmer-also rund 138 Euro. Wohlgemerkt, diese Summe zählt für die untere Preiskategorie.
In Norwegen werden Hotels nicht in Sternekategorien eingeteilt. Der Standard ist mit dem in Deutschland nicht zu vergleichen, die Zimmer sind in der Regel schlechter ausgestattet. Für ein auf deutsche Verhältnisse umgerechnetes 5* Hotel, legt ihr mal ganz locker für eine Übernachtung im DZ mindestens 250,-Euro pro Nacht hin.
Trinkgeld
Bei einem Restaurantbesuch ist es durchaus üblich, ein Trinkgeld von ca. 10 % zu geben. Auch dem Taxifahrer kann man gern ein kleines Trinkgeld geben. Ansonsten wird normalerweise kein Trinkgeld erwartet.
Mietwagen
In allen größeren Orten und auf praktisch allen Flughäfen kann man Autos mieten. Das Mindestalter bei den meisten Firmen ist 25 Jahre und Führerschein und Personalausweis müssen vorgelegt werden. In vielen Fällen wird eine Kreditkarte verlangt. Sondertarife während des Wochenendes und im Sommer beachten.
Geld/Kreditkarten/Banken
Norwegen ist kein EU-Mitglied, deshalb wird der Euro als Zahlungsmittel nicht akzeptiert. Die Einfuhr von
norwegischer und ausländischer Währung bis 25 000 NOK ist erlaubt, alle höheren Beträge müssen
deklariert werden.
Das Bezahlen mit Kreditkarten ist in Norwegen sehr verbreitet. Folgende Kreditkarten werden so gut wie
überall akzeptiert:
Eurocard (EC), Visa, American Express und Diners Club.
Geldautomaten findet man häufig und ihr bekommt mit der EC-Card auch problemlos Norwegische Kronen.
Banken haben in der Regel von Mo-Fr. 9-15.30 und Do. bis 17 Uhr geöffnet. In den Sommermonaten gibt es
verkürzte Öffnungszeiten. Verkürzte Öffnungszeiten deshalb, weil die Regierung ihren Angestellten diese
auferlegt. Das hat einen simplen Grund. Da der Sommer recht kurz ist, soll jeder Werktätige diesen auch
etwas geniessen können. Mit langen Arbeitszeiten wäre das nicht möglich. Ein Arbeitszeitenschutzgesetz
regelt die Zeiten. Wer dagegen verstößt, muß mit saftigen Strafen rechnen. In der freien Wirtschaft wird
das nicht ganz so eng gesehen, aber auch hier arbeitet man im Sommer nicht all zu lange. Spätestens gegen
16:00 Uhr fällt der Hammer, unabhängig, ob ein Auftrag fertig werden muß oder nicht.
Feuer im Freien
Vom 15. April bis 15. September ist es strengsten untersagt, offenes Feuer zu machen.
Ärzte
Bei einer Erkrankung oder Verletzung benötigt ihr das E-111 Formular von eurer Krankenversicherung, um von der Übernahme der Behandlungskosten befreit zu werden. Der Eigenanteil liegt zwischen 80 und 150 NOK.
In jedem Fall wird aber der Abschluss einer Reiseversicherung empfohlen.
bei zahnärztlichen Behandlungen zahlt Ihr enorm drauf und bekommt von eurer Krankenkasse nur einen Bruchteil wieder. Ausnahme - es wurde eine Reisekrankenversicherung abgeschlossen.
Auf der zweiten Seite in den örtlichen Telefonbüchern findet ihr Notdienstnummern von:
Ärzte (læge),
Zahnärzte (tannlege)
Krankenhäusern (sykehus).
Ärzte und Pflegepersonal können fast alle gut Englisch und verstehen häufig ganz gut Deutsch.
Sport
Aber bei einem Thema sind die Deutschen eindeutig im Vorteil. Fußball.
Neben einigen Wintersportarten, gehört Fußball mit zu den typischen Landesportarten, auch wenn Norwegen auf internationaler Bühne in Sachen Fußball eher ein tristes Dasein führt. Der bekannteste internationale Verein ist Rosenborg Trondheim, der jedes Jahr in der Champions Leaque antritt, um dann nach der Vorrunde, sich gleich
wieder der heimischen Liga zu widmen. Der Norweger interessiert sich sehr für die nationalen, wie den
internationalen Ligen. Hoch im Kurs steht die englische, die italienische, die spanische und die
deutsche Liga.
Wir haben vor 2 Jahren eine Liveübertragung der beiden norwegischen Spitzenmannschaften gesehen. Rosenborg Trondheim gegen Molde FK. Es war grausam.
Haben dann nach 10 Minuten umgeschaltet und uns schwedische Nachrichten angesehen, die waren zwar auch nicht spannender, aber die Bilder wechselten häufiger. Ohne arrogant klingen zu wollen, aber die norwegische Liga ist
mit der deutschen 3.Liga zu vergleichen, was die Qualität betrifft. Egal, dabei sein ist alles.
Norweger und Migranten
Norweger gehen mit Skandalen wesentlich entspannter um, als ihre südlichen Fast-Nachbarn in Deutschland. Und Demokratie wird in Norwegen nicht nur groß geschrieben, sondern auch praktiziert.
Jeder darf seine Meinung offiziell äußern, auch wenn sie nicht der politischen oder moralischen Richtung des Landes entspricht. Entlassen oder abberufen wird deshalb niemand. Gut, Norwegen hat auch nie andere Länder überfallen,da kann man sich schon kritischere Äußerungen eher erlauben, ohne sofort als Migrantenschreck o.ä. abgestempelt zu werden.
Ausländerfeindlichkeit oder Antisemitismus gibt es in Norwegen ebenso, wie überall auf dem Globus.
Nur bei 4,2 Mill. Einwohner fällt das nicht so ins Gewicht. Obwohl in letzter Zeit eine gewisse politische Partei
immer mehr Aufwind erhält, nennen wir sie die Ultra-Konservativen.
Volkes Stimme erzürnt sich sehr schnell, wenn Migranten sich den norwegischen Gegebenheiten nicht anpassen
wollen.
Jeder Norweger erwartet von einem Migranten, dass er die norwegische Sprache lernt und die heimische Kultur respektiert. Nicht umgedreht. Es gibt da ja ein Land auf der Welt, wo es genau entgegengesetzt läuft.
Da müssen die Einheimischen bald türkisch oder russisch lernen.
Moscheen soll es geben, wenn auch nicht viele, bis jetzt haben wir noch keine entdeckt. In Oslo und Bergen arbeiten viele Zuwanderer und alle sollten sich auf norwegisch verständigen, auch wenn sie erst seit 1 oder 2 Jahren in Norwegen leben. Laut neuesten Informationen von einem "Zuwanderer" aus Deutschland, ist dies aber auch nicht immer der Fall.

mitten in Bergen


Viele Norweger besitzen ein Ferienhaus und vermieten dieses, wenn kein Eigenbedarf besteht. Die Qualität reicht
von "Bruchbude" (für deutsche Verhältnisse) bis hin zum Luxushaus. Grundsätzlich legt der Norweger auf die
Inneneinrichtung seines Hauses nicht so viel Wert. In Deutschland muß ja selbst noch der Wasserhahn zur
Einrichtung passen. So etwas gibt es in Norwegen nicht. Funktionell muß es sein. Je nach Kategorie des Hauses
erwarten euch Einrichtungsgegenstände, von geschmackvoll bis völlig abgeranzt.
1-3 Sterne Häuser
Häuser der 1-3 Sterne Kategorie verfügen in der Regel nur über das allernötigste und bieten euch demzufolge
nicht den gewohnten deutschen Standard. Wir hatten schon Häuser dieser Klasse, wo eine Mikrowelle,
Waschmaschine, SAT-TV und ein vollwertiger Herd vorhanden war. Und sogar eine Fußbodenheizung im Bad.
Das ist aber nicht immer so. Der Norweger versteht unter dem Begriff vollwertig etwas anderes, als wir hier
in Deutschland. Etwas ganz anderes.
Die 1-2 Sterne Häuser buchen wir grundsätzlich nicht, da wir bei diesen Behausungen, häufig zu große Abstriche
in Sachen Komfort machen müssen. Oder die Lage ist nur etwas für Individualisten.
Entweder steht das Haus auf einer kleinen Insel, so das der Transport nur mit einem Boot möglich ist, oder das
WC steht 50m vom Haus entfernt. Natürlich ohne Spülung, auf neudeutsch nennt der Reiseanbieter das dann
Bio-Klo. Früher hieß es einfach nur Plumps-Klo. Es gibt sogar Häuser, wenn auch wenige, die über keinen direkten
Stromanschluss verfügen. Ein Notstromaggregat übernimmt die Versorgung. Die Einrichtung dieser Häuser ist
dann auch entsprechend. Alles sehr ökonomisch eingerichtet, um es vorsichtig zu formulieren.
Und SAT-TV heißt auch nicht immer, dass ihr viele deutsche Kanäle empfangen könnt.
So geschehen 2008 in Austevoll.
Eine SAT-Schüssel war vorhanden, aber der Vermieter mußte erst eine Abo-Karte in den Receiver stecken.
Dann empfingen wir TV, leider immer noch kein deutsches Fernsehen, dafür aber sämtliche Kanäle des Baltikums.
Ist doch auch was,oder????
Unser Haus 2010 hatte weder eine Mikrowelle noch eine Waschmaschine. Bei 10 Tagen Aufenthalt ist das auch
nicht so tragisch, bei der doppelten Anzahl an Tagen wäre eine WM schon hilfreich. Also besinnt man sich auf
alte Traditionen und wäscht seine Sachen eben wie Oma vor 50 Jahren.
Wer Handwerker von euch ist, wird von den norwegischen Inneneinrichtungen in diesen Ferienhäusern begeistert sein.
Da wird die Elektrik grundsätzlich Aufputz bzw. Aufholz verlegt, die Leitungen liegen teilweise kreuz und quer,
oder hängen von der Decke herrunter. Dazu passend noch Lampen aus den 50'er Jahren und perfekt ist die Zeitreise.
Die Steckdosen in einigen Häusern würden in Deutschland durch jede Prüfung fallen. Aber immerhin funktionieren
sie in der Regel , nur eine 1000W Anlage würden wir da nicht anschliessen.
Die Holzhäuser der älteren Generation haben noch einen anderen Nachteil. Sie sind so was von Hellhörig, dass
ihr genau wißt, was euer Partner, Kumpel etc. eine Etage über euch macht. Jeder Schritt ist zu hören, sämtliche
Gespräche können mitverfolgt werden und wenn euch ein dringendes Bedürfnis überkommt, haben alle im Haus
was davon.
Häuser dieser Preisklasse können durchaus eine tolle Lage haben.
Aber bei aller Kritik-eines haben die Hütten. Charme und eine gewisse Gemütlichkeit.
4+5 Sterne Häuser
Die Häuser der gehobenen Kategorie sind deutlich besser ausgestattet, teilweise mit Innen-oder Aussenpool.
Je nach Größe des Hauses auch mit 2 Bädern, oft mit Fußbodenheizung, Mikrowelle, Waschmaschine, Geschirrspüler, Kühlschrank,Kaffeemaschine, Stereo-Anlage und SAT-TV sind Standard. Die Boote sind meißt ebenfalls von guter
Qualität und lassen noch ein Angeln bei etwas stärkerem Wind zu.
Die Bauweise hebt sich sehr oft von den 3 Sterne Häusern ab. Massiv gebaute Ferienhäuser, die Aussenfassade dient
nur dazu, um das allgemeine Bild zu erhalten. Vorteil-ihr spart Energiekosten, müßt nicht viel heizen und es ist im Haus
nicht so hellhörig.
Häuser dieser Kategorie haben oft eine exzellente Lage. Entweder mit einem tollen Blick auf die Fjordlandschaft,
oder auf die Berge. Viele Häuser liegen direkt am Fjord, zumindestens aber in unmittelbarer Nähe. Was für uns
Angler wichtig ist. Erstens brauchen wir die Angelsachen nicht so weit schleppen und zweitens haben wir es dann
nicht so weit zum Filetierplatz. Häuser mit 4 und 5 Sternen empfehlen wir größeren Gruppen, da sich die Ausgaben für
Miete und Boot im überschaubaren Rahmen halten.
Unser Haus 2011 war ein 4* Haus, entsprach aber mehr einer 5* Ferienhütte. 3 Bäder, 2 Schlafzimmer, Fußbodenheizung, WM, Trockner, Kamin und Außenwhirlpool. Es ist schon ein irres Gefühl, sich nach dem Angeln, in den 40 Grad warmen Aussenpool zu setzen, mit Blick auf den Fjord. So macht Urlaub Spaß.
Strom
Achtet bei dem zu buchenden Haus darauf, das Strom im Preis inklusive ist. In Norwegen bedeutet Sommer nicht
gleich Wärme. So kann es vorkommen, das ihr in den Sommermonaten durchaus heizen müßt.
Bei unserem Haus 2010 konnten wir durch die geschlossene Aussentür ein paar Sonnenstrahlen sehen. Für eine
gute Durchlüftung des Hauses war also immer gesorgt, was wir Morgens und Abends deutlich spürten.

Typisches norwegisches Ferienhaus der 3 Sterne Kategorie


unsere Aussentür mit "automatischer Belüftung"-rechts in der Vergrößerung
Da die meißten Ferienhäuser elektrische Heizungen haben, kann das bei der Endabrechnung teuer werden.
Obwohl Strom in Norwegen bezahlbar ist, da die Elektrizität aus Wasserkraft gewonnen wird, summieren
sich die Kosten im Laufe der Zeit.
Bis vor einigen Jahren war es üblich, dass die Norweger auch tagsüber das Licht brennen ließen. Ob jemand
zu Hause war oder nicht, spielte dabei keine Rolle. Strom war eben da und kostete nicht viel. Selbst die
Garagenauffahrt wurde beheizt, um sich das lästige Schnee schieben und Eis kratzen zu ersparen.
In den letzten Jahren stellen wir aber ein anderes Verbraucherbewustsein der Norweger fest.
Das hat sicherlich auch damit zu tun, das die Strompreise nicht mehr vom Staat reguliert werden.
Früher hatte der Staat das Monopol auf Elektrizität. Vor einigen Jahren allerdings besann man sich und
führende Politiker des Landes bemängelten den Umgang mit der kostbaren Energie. Der Staat gab das
Monopol in private Hand und schon änderte sich einiges. Die Preise für 1Kw/h schnellten in die Höhe. Vorbei
die Zeiten ohne Schnee schieben.


Wer es von euch etwas individueller mag, sollte sich diese Seite etwas genauer ansehen.
Engholms Hundeschlittenfahrten
Sven Engholm ist der 11malige Gewinner von Europas längstem Hundeschlittenlauf, dem über 1000 km gehenden Finnmarksløpet. Die Fahrten mit seinem Gespannen sind daher ein besonderes Erlebnis.
Auch weniger sportbegeisterten Norwegenfreunden sei ein Besuch bei Sven in Karasjok angeraten,
nicht zuletzt der einmalig tollen Hütten wegen. Es gibt diese in unterschiedlichen Größen und Ausstattungen.



Historische Bauernhöfe im Gudbrandsdal
14 historische Bauernhöfe in Gudbrandsdal (Umgebung Lillehammer) haben sich zusammengeschlossen, um Besuchern einen Eindruck von der alten Bauernkultur des Landes zu vermitteln. Je nach Hof werden traditionelles Essen & Trinken (servering / mat), Gästebetten (overnatting), Veranstaltungsräume (selskap), Hochzeiten (bryllup) und Hofverkauf (gardsbutikk) angeboten.
Im Juli finden zudem die Kulturtage auf diesen Höfen statt.



Trond Henrik
Am Ufer des Sognefjord liegt der malerische Ort Solvorn. Weiße Holzhäuser, Obstplantagen, ein Badestrand und die Fähre zur ältesten Stabkrirche Norwegens in Urnes prägen das Bild.
Inmitten dieser Idylle liegt Eplet, das Hotel des Weltenbummlers Trond Henrik. Zu günstigen Preisen kann
man es sich hier einmieten, Reisende aus aller Welt treffen und in Büchern stöbern. Es können gratis Mountainbikes geliehen werden und wer bei der Ernte hilft darf sogar kostenlos übernachten.



Sound der Wale
Die Forschungen von Ocean Sounds konzentrieren sich vorwiegend auf die Biologie von Meeressäugern, wie z.B. Seehunden, Schwertwalen und anderen Walen, die in den Gewässern vor den Lofoten zu finden sind.
Um die Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit besser zugänglich zu machen und um die Menschen über die Meerestiere und ihre gefährdete Umwelt zu informieren, werden Bildungsprogramme und Kunstprojekte eingesetzt.
Dazu gehören lehrreiche Schulprojekte, Vorträge und geführte Touren sowie diverse Ausstellungen.



Lucky Næroset
zwischen Hamar und Lillehammer
Alles begann in einem kleinen norwegischen Dorf ein paar Kilometer südöstlich von Lillehammer, dessen Existenz bedroht war durch die Entscheidung, die örtliche Grundschule zu schließen. Die Leute im Dorf reagierten völlig normal – sie waren rasend, schrieben wütende Artikel in der Zeitung und versammelten sich im Gemeindesaal, um gegen die lokalen Politiker zu protestieren. Diese Geschichte hätte mit der Schließung der Schule, dem Wegziehen der Leute und schließlich mit einem toten Gebiet, in dem niemand leben will, enden können. Stattdessen geschah das Gegenteil! An einem Nachmittag des Jahres 1999 saß Hans Christian Medlien im Zug nach Næroset und strengte seine Gehirnzellen an, um einen Weg zu finden, die Situation in etwas Positives zu verwandeln. Er dachte: Wir müssen eine sehr radikale Idee haben … Wir müssen unseren eigenen „Nationalstaat“ gründen!
Das sehr klare Ziel, eine autonome Region in Næroset ins Leben zu rufen, war der Erfolgsfaktor, der einen unglücklichen Ort, in dem niemand leben wollte, in LUCKY NÆROSET verwandelte, einen Ort des Wachstums und der Freude.
Quelle:www.norwegeninfo.net
Ökodorf Hurdalssjøen
Hurdal nördlich von Oslo
Das Ökodorf ist ein Modell für nachhaltige Entwicklung. Es gibt Raum für verschiedene Arten, das Leben zu meistern, für Ideen und Schaffenskraft.
Die Gebäude des Dorfes sind unter ökologischen Gesichtspunkten errichtet worden. Es wird auf die örtlichen Gegebenheiten und Ressourcen Rücksicht genommen.



Sokndal - CittaSlow
Südnorwegen
CittaSlow, übersetzt: die langsame Stadt, ist eine Idee aus Italien, und Sokndal ist die erste Stadt Norwegens, die sich das Motto auf die Fahne schreibt.
Und sich damit verpflichtet, 55 verschiedene Bedingungen zu erfüllen
Eine davon wäre z.Bsp.: Muss an den Häusern etwas repariert oder saniert werden, dann darf sich Stadtbild dadurch nicht verändern.
Auf Fast Food muss man in der langsamen Stadt nicht verzichten. Hamburger sind erlaubt, aber nur wenn sie langsam zubereitet werden. Und das nennt sich dann Slow Food.



Baumhaus
Brumunddal bei Hamar
30 km nördlich von Hamar, in den Wäldern der Hedmark, liegt das Camp3. Hier kann der Gast 8 m über dem Boden in einem 5-Betten-Baumhaus übernachten. Die Hütte liegt in 300 Jahre alten Kiefern. Die Kosten liegen bei 333 NOK/Person. Das Baumhaus hat ganzjährig geöffnet.



Eishotels
Alta, Kirkenes, Lillehammer, Bjorli
Eingemummelt in warme Schlafsäcke kann man in vier Eishotels übernachten. Zwei der Hotels stehen in der Finnmark, die anderen im Fylke Oppland im Süden des Landes. Die Hotels öffnen zumeist Anfang/Mitte Januar.
Alta
Kirkenes
Lillehammer
Bjorli
Hotel im anderen Design
Oslo
Grims Grenka ist Norwegens erstes Designhotel. Es liegt in Oslo direkt hinter der Festung Aksershus und bietet 42 Räume und 24 Suiten, die alle auf ihre Art einzigartig sind.
Ziel des Managements ist es, Norwegens bestes Hotel zu werden-hoffentlich nicht auch das teuerste.
Weitere Infos unter: 


Juvet Landschaftshotel
Valldal
Das Juvet Landskapshotell in Valldal geht neue Wege. Hier kann der Gast inmitten in der Natur nächtigen.
Es gibt 10 frei im Wald oder auf Felsen stehende Zimmer, von denen man einen spektakulären Blick auf die Landschaft der Umgebung genießt.



Strandbar
Stokkøya, Trøndelag
Urlaub wie in Spanien?? Kein Problem-fahrt nach Stokköya-direkt am Strand steht dieses
Gebäude, mit Übernachtungsmöglichkeiten.



schwimmenden Ferienhäuser
Kalvåg, Westnorwegen
Bugta bietet mehrere Hütten direkt auf dem Wasser. Da kann man praktisch vom Bett aus angeln.Was will man mehr?




Quelle: duiops.net
Norwegische Nationalparks
33 Nationalparks auf dem Festland und 7 auf Svalbard (Spitzbergen) gibt es in Norwegen. 1962 wurde der Rondane NP als erster seiner Art eingeweiht. Die Gesamtfläche aller NP beträgt rund 65000 Qkm. Immerhin sind 7%Fläche des Festlandes geschützte Gebiete.
| Name | Gründung | Größe | Provinz |
| Blåfjella-Skjækerfjella-Nationalpark | 2004 | 1924 | Nord-Trøndelag |
| Breheimen-Nationalpark | 2009 | 1691 | Oppland, Sogn og Fjordane |
| Børgefjell-Nationalpark | 1963 | 1447 | Nord-Trøndelag, Nordland |
| Dovre-Nationalpark | 2003 | 290 | Hedmark, Oppland |
| Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark | 2002 | 1693 | Oppland, Sør-Trøndelag |
| Femundsmarka-Nationalpark | 1971 | 386 | Sør-Trøndelag |
| Folgefonna-Nationalpark | 2005 | 545 | Hordaland |
| Forollhogna-Nationalpark | 2001 | 1062 | Sør-Trøndelag |
| Gutulia-Nationalpark | 1968 | 23 | Hedmark |
| Hallingskarvet-Nationalpark | 2006 | 450 | Sogn og Fjordane, Hordaland, Buskerud |
| Hardangervidda-Nationalpark | 1981 | 3422 | Hordaland, Buskerud, Telemark |
| Jostedalsbreen-Nationalpark | 1991 | 1230 | Sogn og Fjordane |
| Jotunheimen-Nationalpark | 1980 | 1140 | Oppland, Sogn og Fjordane |
| Junkerdal-Nationalpark | 2004 | 682 | Nordland |
| Lierne-Nationalpark | 2004 | 333 | Nord-Trøndelag |
| Lomsdal-Visten-Nationalpark | 2009 | 1102 | Nordland |
| Møysalen-Nationalpark | 2003 | 51 | Nordland |
| Ormtjernkampen-Nationalpark | 1968 | 9 | Oppland |
| Rago-Nationalpark | 1971 | 170 | Nordland |
| Reinheimen-Nationalpark | 2006 | 1969 | Oppland |
| Reisa-Nationalpark | 1986 | 803 | Troms |
| Rondane-Nationalpark | 1962 | 963 | Oppland |
| Saltfjellet-Svartisen-Nationalpark | 1989 | 1840 | Nordland |
| Seiland-Nationalpark | 2006 | 316 | Finnmark, Oppland |
| Skarvan og Roltdalen-Nationalpark | 2004 | 441 | Nord-Trøndelag |
| Sjunkhatten-Nationalpark | 2010 | 417,5 | Nordland |
| Stabbursdalen-Nationalpark | 1970 | 747 | Finnmark |
| Varangerhalvøya-Nationalpark | 2006 | 1804 | Finnmark |
| Ytre-Hvaler-Nationalpark | 2009 | 354 | Østfold |
| Øvre-Anárjohka-Nationalpark | 1975 | 1390 | Finnmark |
| Øvre-Dividal-Nationalpark | 1971 | 743 | Troms |
| Øvre-Pasvik-Nationalpark | 1970 | 119 | Finnmark |
| Ånderdalen-Nationalpark | 1970 | 68 | Troms |

im Rondane Nationalpark
Das Volk der Samen
Die Samen stellen heute in Norwegen eine Minderheit dar. Rund 60.000-100.000 Samen leben in Norwegen. Ihr gesamtes Siedlungsgebiet nennen die Samen „Såpmi“. Es erstreckt sich von Nord-Norwegen, Schweden, Finnland, Russland und der Ukraine. Oft wird das Gebiet wo Samen leben als Lappland bezeichnet, was die Samen nicht gerne hören. Der Begriff gilt als veraltet und viele Samen sehen in dem Wort Lappe eine Herabsetzung ihrer Person.
Ihr begegnet Samen häufig in den Samenlagern, die im Sommer entlang der Straßen aufgebaut werden. Dort stehen sie dann mit ihren bunten Trachten und ihren Rentieren und verdienen ihren Lebensunterhalt als Fotomodelle oder Souvenierverkäufer. Das hat allerdings mit dem heutigen Leben der Samen fast nichts mehr gemein.
Weniger als 10% arbeiten noch als Rentierzüchter und die Zeiten des Nomadenlebens, wo man mit den Herden gezogen ist, sind längst Geschichte. Der Großteil der Samen lebt nun in festen Häusern, statt in Zelten. Auch die Zeiten der bunten Trachten sind vorbei. Sie werden höchstens zu bestimmten Feiertagen angezogen, oder wenn sich die Medien angekündigt haben. Viele junge Samen besitzen oft gar keine Tracht mehr.
Allerdings gibt es noch zwei Gemeinden, wo das einst typische Leben der Samen fortgesetzt wird. In Kautokeino und Karasjok (beide liegen in der Provinz Finnmark,unweit der E6), wo mehrheitlich Samen leben, könnt ihr noch viel von der ursprünglichen Lebensweise und Kultur sehen und hören. Hier finden noch Rentierrennen und der Sami-Grand-Prix statt. Die noch verbliebenden Rentierzüchter bereiten sich auf die lange Wanderung an die Küste vor.

Winterlandschaft in Nord-Norwegen
Die wohl bekannteste kulturelle Errungenschaft der Samen ist der Ski. Bekannt sind die Samen für ihr Kunsthandwerk, bei dem vor allem Holzarten wie Birkenrinde, Zinn, Horn und Leder verarbeitet werden. Viele samische Künstler verdienen sich auf diese Weise etwas dazu, da die verarbeiteten Objekte im typisch samischen Stil , besonders Messer, Holzschalen, Schmuck und Schnitzereien , hohe Preise erzielen.
Wer von euch die Möglichkeit bekommt, ein typisch samisches Gericht zu probieren, der sollte sich die Chance nicht entgehen lassen, obwohl die Speisen doch recht gewöhnungsbedürftig sind. Suowas z.Bsp. ist ein gesalzenes, geräuchertes und getrocknetes Rentierfleisch, welches in den unterschiedlichsten Zubereitungsformen serviert wird. Oder probiert Juobmo, eine Speise bestehend aus Sauerampfer mit Milch und Zucker. Zu vielen Speisen wird ein Fladenbrot gereicht.
Die jüngere Geschichte der Samen ist von großen Problemen gekennzeichnet. Da war zum einen die Problematik der Wasserkraftnutzung des Alta Canyons durch die norwegische Regierung Mitte der 70’er Jahre, was einen großen Entrüstungssturm der Samen und diverser Menschenrechtsorganisationen hervorrief. Daraufhin verklagten die Samen die Regierung. 1986 ereignete sich die Katastrophe von Tschernobyl, wo über 73.000 Rentiere radioaktiv verseucht wurden.
Die Regierung versprach eine finanzielle Entschädigung, die dann allerdings deutlich geringer ausfiel, als versprochen.
Im Jahre 2000 wurde ein samischer Nationalfond in Höhe von 75 Millionen NOK eingerichtet. Er soll zur Stärkung der samischen Sprache und Kultur verwendet werden und als Entschädigung für die durch Unterdrückung verursachten Schäden und Ungerechtigkeiten dienen.
Und 2003 schloss die EU mit Norwegen einen Vertrag zur Verwertung der Bodenschätze der Finnmark ohne Beteiligung der Samen. In Finnland gab es Ende 2005 besonders heftige Auseinandersetzungen zwischen Rentierfarmern, dem Samischen Rat und Greenpeace, mit der dort ansässigen Industrie. Gestritten wurde über den Holzeinschlag für die Papierproduktion

Hurtigrute
Aktuelle Infos über die Postschiffe-inkl. Buchung hier

Hurtigruten-Schiff Quelle:hurtigrute-reise.de

Live Bilder aus Norwegen erhaltet ihr hier

Die Mitternachtssonne zieht jedes Jahr auf's neue die Menschen in ihren Bann. Die hellen Nächte, wenn die Sonne nicht untergeht und es mitten in der Nacht noch taghell ist, sind ein besonderes Erlebnis.
Wenn ihr die Mitternachtssonne in ihrer vollen Pracht erleben wollt, müßt ihr nach Nordnorwegen reisen.
| Ort und Lage | Mitternachts Sonne erstes Mal | volle Sonne erstes Mal | volle Sonne letztes Mal | Mitternachts Sonne letztes Mal |
| Bodø ; 67,3°N | 30.5 | 3.6 | 7.7 | 11.7 |
| Svolvær ; 68,2°N | 24.5 | 28.5 | 14.7 | 17.7 |
| Harstad ; 68,8°N | 21.5 | 24.5 | 17.7 | 20.7 |
| Andenes ; 69,3°N | 19.5 | 21.5 | 20.7 | 23.7 |
| Skibotn ; 69,4°N | 18.5 | 21.5 | 20.7 | 23.7 |
| Tromsø ; 69,7°N | 17.5 | 19.5 | 22.7 | 24.7 |
| Alta, 70,0°N | 16.5 | 18.5 | 23.7 | 26.7 |
| Vardø ; 70,4°N | 14.5 | 16.5 | 25.7 | 27.7 |
| Hammerfest; 70,6°N | 13.5 | 15.5 | 26.7 | 28.7 |
| Nordkapp ; 71,2°N | 11.5 | 13.5 | 29.7 | 31.7 |
| Bjørnøya ; 74,4°N | 29.4 | 1.5 | 9.8 | 11.8 |
| Longyearbyen 78,0°N | 18.4 | 20.4 | 21.8 | 22.8 |
Polarnacht
Ein weiteres Naturerlebnis ist die Polarnacht, wenn die Sonne viele Wochen lang nicht aufgeht. Wer nun der Ansicht ist, in dieser Zeit wäre es nur stockdunkel, der irrt sich gewaltig. Auch in der Polarnacht wird es am Tag zumindestens dämmrig und mit dem besonderen Licht, welches zu dieser Jahreszeit herrscht, kommt auch eine ganz besondere Stimmung auf.
| Ort und Lage | Anfang der Polarnacht | Ende der Polarnacht |
| Bodø ; 67,3°N | 4.12. | 28.12. |
| Svolvær ; 68,2°N | 4.12. | 8.1. |
| Harstad ; 68,8°N | 30.11. | 12.1. |
| Andenes ; 69,3°N | 27.11. | 15.1. |
| Skibotn ; 69,4°N | 26.11. | 16.1. |
| Tromsø ; 69,7°N | 25.11. | 17.1. |
| Alta, 70,0°N | 23.11. | 19.1. |
| Vardø ; 70,4°N | 21.11. | 21.1. |
| Hammerfest ; 70,6°N | 20.11. | 21.1. |
| Nordkapp ; 71,2°N | 18.11. | 24.1. |

Foto: Rune Stoltz Bertinussen
eine spektakuläre Lightshow als Video könnt ihr hier sehen
Das seit 2007 von Holländern auf den Lofoten geleitete Polarlightcenter bietet einen tollen Service in Sachen Nordlicht. Nordlichtwarnung, Infos, Unterkünfte....





Quelle: storm.no

(c) by Bjørn Jørgensen/Innovation Norway
und noch ein Video.....


(c) by Bjørn Jørgensen/Innovation Norway

(c) by Bård Løken/Innovation Norway

Foto: Frank Martin Ingilæ
Telefonnummern:
Vorwahl aus Norwegen:
Deutschland 0049 (+49)
Schweiz 0041 (+41)
Österreich 0043 (+43)
Vorwahl bei Gesprächen nach Norwegen: 0047 (+47)

Notfallnummern in Norwegen:
Feuerwehr 110
Krankenwagen 113
Polizei 112
NOTRUF FÜR BOOTE 120
Hubschrauber auf See 51 51 70 00
Hubschrauber auf Land 73 51 80 00
Sonderzeichen auf der PC-Tastatur
links neben der Leertaste angeordnete "Alt"-Taste gedrückt halten, dann auf dem rechten Cursorblock die dreistellige Zahl eingeben die dem Buchstaben zugeordnet ist, dannach die "Alt" Taste wieder loslassen.
Æ = 146 , æ = 145, Ø = 157, ø = 155 , Å = 143 , å = 134