Einige Tips vorweg
Da der Markt an Meeresausrüstern von Jahr zu Jahr zunimmt, wird es für uns als Angler immer komplizierter die beste Auswahl zu treffen.
Sicherlich sind Firmen wie Penn/WFT, Daiwa, Berkley, Shimano oder Abu Garcia immer empfehlenswert, da sie über genügend Erfahrung auf dem Gebiet der Meeresangelei verfügen und dementsprechend ihr Material danach produzieren. Allerdings sind dann auch die Preise meißt von hoher Qualität.
Also gilt es einen Mittelweg zu finden.
Journalisten der einzelnen Fachzeitschriften generieren euch immer, dass ihr die oder die Marke unbedingt nehmen müßt. Klar wenn ich von denen auch gesponsert werde, oder sie durch einen Großteil ihrer Werbung das Fachmagazin mit finanzieren und sämtliche Testfahrten nach Norwegen, Island etc. bezahlen- da spielt dann der Preis keine Rolle.
Zu ihrer Verteidigung muss man aber auch fairerweise erwähnen, dass wir genau diesen Leuten viel zu verdanken haben, denn ohne Sie, würden wir wahrscheinlich noch mit Wäscheleinen in 50m Tiefe angeln.
Für Angler die nur 1x im Jahr zum Angeln nach Norwegen fahren, muß es nicht unbedingt immer das Beste vom Besten sein. Wir kaufen auch keine Schnur von Berkley, wo die 1800m Spule mal schlappe 250,-€ kostet. Obwohl wir selbst 2 Rollen mit der Berkley-Fireline bespult haben, allerdings haben wir die zu wesentlich besseren Konditionen erhalten. Eine 1000m Spule von Dyneema in der Stärke 0,23mm bekommen wir übers Netz schon für 45,-€. Sicherlich weißt die Schnur nicht den Qualitätsstandard einer Berkley auf, aber Fische fangen wir damit auch. Und bis jetzt haben wir noch keinen Fisch durch Schnurbruch verloren, nicht mal ein Heilbutt war in der Lage, diese "billige" Schnur zu zerreissen. Gut, dafür müßt ihr die Schnur auch alle 2 Jahre wechseln, besser wäre eigentlich jedes Jahr. Die Verdrallung und der Abrieb ist bei den preiswerteren Schnüren doch enorm hoch. Ohne Werbung betreiben zu wollen-die beste Alternative in Sachen Schnur ist für uns die WFT-Strong.
Wichtig ist, das die Gesamtkonzeption der Ausrüstung stimmen muß. Das beginnt bei der Rute, für uns ein extrem wichtiges Kriterium, dann solltet ihr auch nicht an der Rolle sparen. Beachtet dabei aber immer, was euer Zielfisch ist. Wollt ihr nur in Süd/Westnorwegen pilken, dann reicht eine mittlere Spinnrute und eine qualitativ einigermaßen gute Rolle, wollt ihr aber im Norden Norwegens angeln, dann muß anderes Gerät heran. Denn die Chance auf einen Heilbutt oder guten Dorsch, steigen in der Region enorm. Und die will man schließlich auch fangen und nicht bei fast jedem Drill verlieren.
Denn selbst im hohen Norden, erhaltet ihr nicht jeden Tag einen Heilbuttbiß, erst recht nicht als Einsteiger-
Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel.
Sogenannte Einsteiger-Sets von diversen Großanbietern sind Schrott, da stimmt überhaupt nichts.
Knüppelharte Rute, ohne Rückrad, die Rolle meißt von minderwertiger Qualität und mit der Schnur könnt ihr eure Wäsche aufhängen. Viele Fische werden euch mit diesen Materialien verloren gehen. Deshalb haben wir euch mal aufgelistet, mit welchen Gerätschaften wir so auf den Fjord/Atlantik fahren.
Ruten-Naturköder
Wir bevorzugen Ruten von WFT/Penn, da diese Ruten sehr gute Eigenschaften besitzen und das Preis/Leistungsverhältnis stimmt. Für das Naturköderangeln reichen uns Ruten bis 30lb und höchstens 2,40m Länge, eher weniger. 50lb Ruten setzen wir nur in Nord-Norwegen ein.
Wichtig bei der Rutenwahl ist uns immer die Sensilibität. Was nützt uns eine Rute aus dem Sonderangebot, die dann aber auf die Fluchten des Fisches nicht reagieren kann, da sie in ihrer Aktion viel zu träge und hart ist. Größere Fische werden euch reihenweise aussteigen.
Stand-Up-Ruten sind auch eine gute Wahl.

Ruten-Pilken/Spinnangeln
Zum Pilken kommen ebenfalls Ruten von WFT zum Einsatz (Senso-Pilk,Z-Line,Lightspeed).
Für das leichte Spinnfischen mit Twister etc. nehmen wir gerne Spinnruten von Daiwa (Tornado x).

Rollen-Naturköder
Da haben wir uns auf eine Marke festgelegt und die heißt Penn. Für das Naturköderangeln ideale Rollen (GT,Senator,Big Deep Sea). 2009 haben wir eine andere etwas ungewöhnliche Rolle eingesetzt-die Cormoran Corboss 610.
Eine Multi, die wie eine normale Stationärrolle hängend an der Rute befestigt wird. Und wir haben sehr gute Erfahrungen mit dieser Rolle gemacht. (Anm.: 2011 hatten wir mit der Rolle Probleme-ständig verstellte sich die Bremse, so das wir die Rolle austauschen mußten-nun ist wieder eine Penn an der Rute)
Zwar kein Leichtgewicht und mit Schnurführung versehen, dafür aber mit Schiebebremse, die wir eindeutig der Sternenbremse vorziehen, aber das ist Geschmackssache.
Und Penn will als nächster Hersteller mit hängenden Multirollen nach ziehen. Auf lange Sicht werden diese Rollen wohl die herkömmlichen Multis ablösen.
Eine int. Alternative wäre auch die neue Rolle von Balzer (Adrenalin 12), ausgestattet mit 2 Gängen und einer Schiebebremse, ideal für das Tiefseefischen, dafür aber im Preis recht heftig.
Bei dem Thema Elektrorollen sollte jeder für sich entscheiden, ob er die Investition unbedingt tätigen muß. Ohne Frage, das Arbeiten mit diesen Rollen, erleichtert die Tiefseeangelei ungemein. Denn, den ganzen Wust von Köder, Gewicht aus 250m Tiefe per Hand nach oben zu kurbeln, kann auf Dauer schon anstrengend sein und wie schön ist es dann, einfach auf den Knopf zu drücken und schon habt ihr die Montage innerhalb kürzester Zeit wieder im Boot. Eine feine Sache.
Nachteil dieser Elektrorollen - nicht gerade preiswert und ihr habt zusätzlich noch mehr Kabel inkl. Akku an Bord. Das bedeutet-wie beim Auto-je mehr Elektronik, um so mehr kann kaputt gehen. Vom abgerissenen Kabel, bis zum Durchbrennen des Motors. Auch hier gilt - wer viel pilkt oder mit dem Gummi angelt, benötigt keine Elektrorolle, da angelt es sich mit den herkömmlichen Geräten eindeutig besser. Wer fast nur mit Naturköder in größeren Tiefen fischen möchte, der kommt um die Anschaffung nicht herum. Gute Rollen erhaltet ihr von Ryobi ,Daiwa, WFT und Shimano. Alle Rollen liegen z.Zt. im Preisrahmen zwischen 450,00€ und 770,00€, im Netz sind einige auch etwas günstiger zu erhalten.


Eine unserer Lieblingsrollen für das Angeln mit Naturköder-die Big Deep Sea
von Penn. Links-wie Rechtshandbetrieb, pro Kurbelumdrehung sind 1,20m auf
der Rolle, dazu die fein justierbare Sternenbremse. Wenn auch kein Leicht-
gewicht (über 900gr.), so ist diese Rolle unverwüstlich und hat uns bis jetzt
noch nicht einmal im Stich gelassen.
Rollen-Pilken/Spinnangeln
Penn Captiva 6000, WFT Braidspinn 80, WFT NoMono 80 und für das schwere Pilken: Mitchell Blue 6000/7000
unsere bevorzugte Rolle für das leichte Pilken-die WFT NoMono 80
eine gute Alternative zu den teuren Daiwas-die Mitchell blue-eine robuste Rolle

Schnur
Für das Meeresangeln kommen nur geflochtene Schnüre bis max. 0,25mm in Frage, 0,21mm sind eigentlich besser. Bei den Marken haben wir uns nicht festgelegt. Auf unseren Rollen befinden sich unterschiedliche Fabrikate. (Dyneema, Daiwa, Berkley, Penn/WFT)
Zum Pilken gehen wir mit der Schnurstärke noch weiter runter. 0,13mm-0,18mm-mehr nicht. Denn in Süd/Westnorwegen sind die Chancen einen großen Heilbutt oder einen kapitalen Leng mittels Pilker zu fangen, doch eher gering einzustufen. Alles andere was ihr mit dem Pilker fangen könnt, halten Schnüre in o.g. Größenordnung locker aus, vorausgesetzt ihr habt die Bremse richtig eingestellt.

Eine Top-Schnur-die Fireline von Berkley
Pilker
Wir bevorzugen Pilker vom Meeresspezialisten Dieter Eisele. Die Farbgebung spielt unserer Meinung nach, eine nicht so gewichtige Rolle, eher die Lauf-und Bewegungseigenschaften des Pilkers.
Allerdings haben sich im Laufe der Jahre die Farben/Farbkombinationen Rot, Rot/Schwarz, Blau, Blau/Weiß und Grün/Gelb als besonders fängig heraus kristallisiert. Den legendären Bergmann-Pilker setzen wir nur zum Tiefseepilken ein, also ab 100m Tiefe. Zusätzlich garnieren wir den Drilling mit Fischfetzen. Und wenn es noch tiefer geht, schalten wir vor den Pilker ein Knicklicht. Ob das Vorschalten eines Knicklichtes wirklich die Fangquote erhöht, sei dahin gestellt, aber wir bilden es uns ein. An irgendwas müssen wir ja glauben ;-).

schwarz/silberner Eisele Pilker-noch besser sind die Farben rot/schwarz und blau/silber
andere Kunstköder
Die Fachmärkte halten Unmengen an anderen Kunstködern für uns parat. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Ob Wobbler, Spinner, Blinker oder Gummifisch-alles in den abenteuerlichsten Formen und Farben vorhanden. Für das Meeresangeln spielen einige Köder mittlerweile eine große Rolle. Nicht so sehr Spinner
und Blinker, ausser die Meerforellenblinker, eher ,alles was aus Weichplastik ist.
In den letzten Jahren immer beliebter geworden - der Giant-Jig-Head, eine Top-Erfindung von Volker Dapoz. Vorteil des Giant-ihr könnt ihn als Kunstköder einsetzen, aber auch zur Naturköderangelei verwenden. Einfach ein geiles Teil.

Der Giant Jighead von Volker Dapoz-bei Norwegenangler wird er immer beliebter

Den Storm Wild Eye nehmen wir gerne für Pollack und Seelachs

Einer der besten Tiefseepilker - der Bergmannpilker oder auch Svenskepilker genannt

Unser Lieblingsköder für Seelachs und Pollack - rote oder blaue Makks, diese montieren
wir gerne direkt an den Pilker
Naturköder
Für Plattfisch, Heilbutt ausgenommen:
kleine Krebse, Wattwurm, kleine Fischfetzen
Für alle anderen:
Halbe bis ganze Heringe oder Makrelen-bei ganzen Köfis die Mittelgräte entfernt (Flatterhering) oder Fischfetzen gestapelt (Kebap). Wir bevorzugen ältere Köfis, da diese einen besseren Duft verströmen. Ganz frische Makrelen oder Seelachse sind aber auch nicht zu verachten. Heringe sind sicherlich der Top-Köder
unter den Naturködern, da sie eine Duftspur verbreiten, wie kaum ein anderer Fisch.
Allerdings nehmen wir Heringe nicht so gerne, da sie von ihrer Konsistenz her sehr weich sind und am Haken nicht besonders lange halten. Gerade kleinere Lumbs haben dann keine Probleme, den Hering vom Haken zu zerren. Deshalb den Hering immer mit Draht zusätzlich am Haken sichern.
Sehr nervig können u.U. die kleineren Haiarten werden. (Fleck/Dornhai-Katzenhai eher weniger)
Die ersten Haie mögen ja noch ein gewisses Glücksgefühl verursachen, aber wenn ihr dann den 10. Hai aus 170m Tiefe nach oben gekurbelt habt, findet ihr das nicht mehr so toll, denn eigentlich wollen wir ja Leng und Co fangen, also Fische, die auch etwas Rabatz beim Drill machen. Fleck-wie Dornhai hängen aber beim Hochkurbeln wie nasse Säcke am Haken.
Wir werden oft gefragt, ob man den Fleckhai überhaupt essen kann??? Klar kann man, aber ob er euch schmeckt, ist eine andere Frage. Kommerziell wird dem Fleckhai nicht nachgestellt, obwohl er auf dem Markt hohe Preise erzielt. Das liegt daran, das der Hai in den unterschiedlichsten Tiefen zu finden ist, von 90m bis 1800m und somit schwer zu fangen ist. Der Fleckhai ist ein Einzelgänger und Eier legend (ovipar), nicht wie bei vielen anderen Haiarten, die lebend gebärend sind. (vivipar)
Sein Fleisch ist weiß, von zarter Struktur und durchaus genießbar, aber kein Vergleich zum Lumb,Leng oder Dorsch. Die maximale Größe liegt so bei 90cm, aber wie erwähnt, es lohnt sich nicht ihn gezielt zu beangeln. Beim Dornhai verhält es sich etwas anders. Dornhaie sind Schwarmfische. Habt ihr einen solchen Schwarm erwischt, nix wie weg.
Vorfächer Naturköderangeln
Den Vorfächern widmen wir die größtmögliche Aufmerksamkeit, deshalb bauen wir unsere Vorfächer auch selbst und verlassen uns nicht auf die Industrie. So vermeiden wir Produktionsfehler und können das Vorfach ganz individuell nach unseren Ansprüchen und Zielfischen bauen.
Das A & O für Vorfächer - sie dürfen sich nicht vertüddeln. Vermeidet Seitenarme mit 50cm Länge und mehr. Als Faustregel gilt - um so länger der Seitenarm, um so größer ist die Gefahr des Verhedderns. Wir benutzen Vorfächer mit einer Länge zwischen 50cm und 1,5m, je nach Zielfisch. Gehen wir auf Großleng und Heilbutt, nehmen wir ein Vorfach von ca. 60-80cm Länge mit nur einem Seitenarm. Bei Sportsfreund Lumb sieht die Sache da schon anders aus. 1,5m Länge, mit 2 Seitenarmen. Die Vorfachstärke bitte nie zu knapp wählen. Ab 0,80mm geht es los-wir bauen unsere Vorfächer grundsätzlich in den Stärken 0,80mm-1,0mm, wenn Heilbutt zu erwarten ist, gehen wir noch ein wenig höher. Natürlich nicht die Vorfächer für Plattfische ala Scholle+Flunder, da ist dann alles ein paar Nummern kleiner.
Eine sehr gute Vorfachschnur ist die Deep Sea Leader von WFT/Rainer Korn-ausgestattet mit einer hohen
Abriebsfestigkeit und einer guten Tragkraft.
Habt ihr schon einige Fische mit dem Vorfach geangelt, wechselt es bitte aus, da die scharfen Zähne, inbesondere die vom Seehecht oder Leng im Laufe der Zeit Schäden verursachen. Steigt euch dann ein wirklich guter Fisch ein, geht dieser unweigerlich verloren.
Ob ihr euer Vorfach nun mit allerlei bunten Zusatzlockködern (Oktopusse,fluroszierende Schläuche etc.) baut, ist euch selbst überlassen. Fakt ist eines-ihr müßt daran glauben. Einige Profis schwören auf Knicklichter und fangen damit sehr gut, andere lassen die Beleuchtung völlig weg und fangen auch gut. Verallgemeinern kann man es nicht. Wir haben 2011 den Versuch gestartet und ein Vorfach mit fluroszierendem Schlauch inkl. Knicklicht, plus gelben Oktopus eingesetzt, gegen ein Vorfach ohne jeglichen Klimbim. Die Fangergebnisse an diesem Tag waren gleich. Zwei Seehechte auf beiden Vorfächern. Als Köder diente an beiden Vorfächern Seelachsfetzen.
Also, laßt euch nicht von den Medien verrückt machen, was ihr alles so an euer Vorfach tüddeln sollt. Die sogenannten "Flash-Baits" halten wir persönlich für völligen Unfug, sie dienen lediglich dem Profit einiger Hersteller. Auch wenn diese Firmen euch immer erzählen, das in der Tiefsee ein ständiges Leuchten und Blinken zu beobachten ist. Das mag stimmen, nur reden wir da von Tiefen ab 300m und da angeln wir nun nicht so häufig, es sei denn, wir haben es auf den Blauleng abgesehen.
Die einfachste Art des Naturköderangelns ohne jeglichen Schickimicki-ihr nehmt einen 300gr.Pilker, zieht auf den Drilling ein schönes Stück Fetzen und ab damit in die Tiefe. Bei etwas Wellengang braucht ihr nicht einmal zu pilken.
Haken
Für das Naturköderangeln kommen bei uns nicht mehr unbedingt die typischen Meereshaken zum Einsatz. Seit einiger Zeit benutzen wir Wallerhaken, da diese gegenüber den Meereshaken, viel dünner und enorm scharf sind. Damit gewährleisten wir, das der Haken besser ins Fischmaul eindringt. Diese Haken zeichnen sich durch eine hohe Stabilität aus.
Geht es auf Lumb, so setzen wir die Größenordnung 2/0 bis 4/0 ein. Für unsere Kumpels Leng und Heilbutt dann dementsprechend paar Nummern höher-also 6/0 bis 10/0. Immer beliebter werden auch die sogenannten
Circle Hooks - auf deutsch Kreishaken, die sehr gerne von norwegischen Langleinenfischer eingesetzt werden.

Vorteil dieser Haken: beim Biß des Fisches, dreht sich der Haken genau in den Winkel des Fischmauls. Zieht dieser dann mit dem Köder los, hakt er sich selbst. Da die Circle Hooks eine fast kreisrunde geschlossene Form haben, ist eine Ausschlitzen des Hakens so gut wie unmöglich, selbst wenn der Fisch auf uns zu schwimmt und dadurch die Schnur an Spannung verliert. Aber auf eines solltet ihr unbedingt achten, wenn ihr mit diesen Haken angelt.
Erfolgt der Biß - bitte nie sofort den Anhieb setzen!!!!!
Ihr würdet dem Fisch sonst den Haken aus dem Maul wieder herausreissen. Wartet bis er los zieht und euch Schnur von der Rolle nimmt. Wir setzen diese Haken sehr gerne für den Heilbutt ein.
Nun gibt es unzählige Firmen die Haken für jede erdenkliche Fischart produzieren. Qualitativ hochwertige und minderwertige Haken. Deshalb haben wir uns auf die Firma Gamakatsu eingeschossen. Die bauen wirklich tolle Haken.

Echolot
Mit das wichtigste was ihr zum Meeresangeln nach Norwegen mitnehmen solltet. Ohne Echolot läuft fast nichts. Von welcher Firma das Gerät stammt ist Geschmacksache. Wir bevorzugen Echolote der Firma Lowrance oder Eagle, mit Humminbird-Echoloten haben wir keine Erfahrung.
Wichtig ist für uns, die Bodenstruktur noch in 200m zu erkennen. Ideal ist natürlich eine Kombination aus Echolot und Kartenplotter. Ob nun in Farbdarstellung oder in Grau, dass bleibt euch selbst überlassen. Solltet ihr euch für ein Nicht-Farbecholot entscheiden, dann achtet darauf, das eine 16 Graustufeneinteilung vorhanden ist (bei min.320x320 Pixel-alles was darüber liegt, ist eindeutig von Vorteil) und minimum 1500W Leistung anliegen, 3000-4000 W sind besser. Und ganz wichtig-das Echolot sollte in 2 Abstrahlwinkel senden können. In 20 und 60 Grad. 60 Grad für den Flachwasserbereich, 20 Grad für die Tiefen. Noch besser unserer Meinung nach, die 20 und 35 Grad Einteilung. Echolote die in 120 Grad und 60 Grad senden meiden wir.
Wer es sich leisten kann, sollte unbedingt die neueren Farbecholte mit Digitaltechnik nehmen. Die Erkennugsraten was Bodenstruktur, Fischerkennung etc. betrifft, ist doch deutlich besser, als bei den Echoloten älteren Datums. Desweiteren verfügen diese Echolote über einen GPS-Anschluß, so das ihr eure Topstellen gleich absafen könnt. Bei unserem Echolot stellen wir grundsätzlich die Fischsichel ein, nicht die Fischsymbole!
Die Einstellung der Fischsymbole hat in der Regel zur Folge, dass euch viel angezeigt wird, nur Fische sind das meißtens nicht. Solltet ihr doch mit Fischsymboleinstellungen angeln, dann laßt euch nicht verrückt machen, wenn das Gerät euch in 140m Tiefe riesen Fische anzeigt. Schaltet einfach dann auf Fischsichel und ihr werdet sehen, da ist dann meißtens nix mehr zu sehen.
Verfügt eure Rolle über eine Tiefenanzeige,also wieviel Schnur schon von der Rolle ist, dann ist alles perfekt. Studiert die Anleitung des Echolotes genau, denn wie oft haben wir schon Angler gesehen, die ein Farbecholot aller erster Sahne an Bord hatten, dieses aber falsch bedienten, oder die Angaben nicht richtig deuteten. Was da als Fisch gedeutet wurde, war in Realität dann ein Wust an Luftblasen, Unterwasserpflanzen oder andere Gegenstände. Nur wenn ihr euch intensiv mit dem Thema Echolot beschäftigt, habt ihr größere Chancen auf den Fisch eures Lebens.

gutes Einsteigergerät von Lowrance-gut zu sehen auf dem Bildschirm-hier lohnt es sich
GPS Gerät
Immer beliebter werden GPS Geräte für das Angeln in Norwegen. Zum einen sind die Geräte mittlerweile preislich erschwinglich, zum anderen sind sie eine ungemeine Hilfe. Früher haben wir unsere Hot-Spots mit viel Mühe jeden Tag neu suchen müssen, heute speichern wir die Position ab, drücken am nächsten Tag einfach auf's Knöpfchen und im Nu sind wir an unser Stelle. Eine feine Sache. Dadurch sind wir viel schneller am Fisch. Wir benutzen z.Zt. ein Gerät von Magellan, zwar echt kompliziert in der Bedienung, aber wenn man den Bogen raus hat, dann funktioniert das prima.
Driftsack/anker
Jeder Norwegenangler kennt das Problem. Obwohl gutes Wetter ist, kommt ihr kaum zum Angeln, denn die starke Drift macht euch einen Strich durch die Rechnung. Der Naturköder kommt entweder gar nicht erst zum Grund, oder ihr müßt halbe Felsbrocken als Gewicht montieren.
Aber es gibt Abhilfe in Form eines Driftankers oder auch Driftsack genannt. Ihr bekommt so einen Driftanker in jedem gut sortierten Angelshop oder bei ebay. Je nachdem wie stark die Drift zu erwarten ist, könnt ihr die jeweilige Größe wählen. Solltet ihr schon im Vorfeld wissen, das euer Fjord starke Einengungen hat, so wählt gleich die größte Größe. Denn, da wo der Fjord sich verengt, habt ihr eine viel stärkere Drift. Aber genau da könnt ihr auch guten Fisch erwarten. Und-bei vielen Fjorden sind die Tideauswirkungen sehr unterschiedlich. In dem einen Fjord merkt ihr fast nix von Ebbe und Flut, in dem anderen reißt es euch fast die Rute aus der Hand. Probiert es aus-so ein Driftsack ist mit etwas Übung ein durchaus wirksames Hilfsmittel, um das Angeln angenehmer zu gestalten. Bevor wir es vergessen-im Saltstraumen benötigt ihr keinen Driftsack, da hilft nur noch ein Anker von mindestens 250kg.

Driftanker-bei zu starker Drift ein guter Helfer